Ich fahre zur Zeit ein Reise-Rennrad (Baujahr 4/93, VSF-Rahmen, Campagnolo-Veloce Austattung (Ergopower), mit 3-Fach-Garnitur (46-36-24) und einem Campagnolo-Schaltwerk aus der Zeit als es noch Campa-Mountainbikegruppen gab, Zahnkranz hinten 13-23 Zähne, Bremsen: Dia-Compe Cantilever) mit vollständiger "Straßenausstattung": Schutzbleche, Lichtanlage, Gepäckträger. Das macht so etwa 14kg alles zusammen.
Wenn ich so höre, welche Übersetzungen ("39/23 müßte reichen" und "52/12 muß schon sein") unter Rennradlern gehandelt werden habe ich gelgentlich das Gefühl, daß meine Übersetzung "untersetzt" ist. In der Praxis vermisse ich aber eigentlich keine größeren Gänge. Und den Rettungsring vorne möcht ich auch nicht missen - spätestens bei Fahrten mit Gepäck oder Kinderanhänger ist er Gold wert!
Nach meinem Jobwechsel (Dezember 2004) habe ich dem Rad nun noch einen Nabendynamo von SON spendiert und eine passende Beleuchtungsanlage (DiWa von B&M), da ich vorhabe die 26 km zum neuen Arbeitsplatz öfter mit dem Rad zurück zu legen - soweit es das Wetter zulässt.

My Bike

Natürlich fiebere ich dem Moment entgegen, wenn ich mir endlich ein schönes leichtes Rennrad leisten kann..... (mit Campagnolo-Ausstattung (Triple!), wie es sich für einen ultimativen Campa-Fan ghört). Meine Campaausstattung verrichtet übrigens seit 6 Jahren oder 20.000 km brav und ohne Mucken ihren Dienst, ohne daß ich sie überdurchschnittlich pflegen würde (Bisher mußte ich nur die Hinterradfelge und natürlich solche Dinge wie Kette, hintere Ritzel oder Lenkerband ersetzten.) Vor allem die Schaltung und Schalthebel verrichten ohne Zwischenfälle brav ihren Dienst.

In der Zeit in Freiburg (2000-2004) habe ich, um vom Bahnhof zur Arbeitsstelle zu fahren ein nach und nach selbst zusammengebasteltes Rad benutzt: Ein Schauffrahmen von der Schrottsammlung (neu lackiert, leider nicht besonders leicht), Grip-Shift mit einem Alivio-Schaltwerk, neue LX-V-Brakes und Hebel, LX-Naben von 1992 (6-fach) und neue Mavic SUB Rennradfelgen. Ziel der Bastelei war ein (gut) funktionierendes, aber robustes Rad, daß am Bahnhof keine Begehrlichkeiten weckt. Das scheint bisher gut gelungen! Zumindest stand es ca 1 Jahr fast täglich am Haltinger Bahnhof ohne abhanden zu kommen. Zwei Jahre lang stand es allerdings deutlich besser aufgehoben: in der Freiburger Fahrradstation "Mobile". Aber die letzten Jahre dann doch (aus Bequemlichkeit) wieder unter der Stadtbahnbrück an Bahnsteig 1. Mittlerweile hängt es in Inzlingen in der Garage und wird wohl, nachdem es in Freiburg treu seinen Dienst (nur 2 Platten in 4 Jahren dank Schwalbe Marathon Reifen) geleistet hat, langsam ausgeschlachtet werden.

Seit Anfang Mai 2002 hat sich ein weiteres Rad dazugesellt. Ein ATB der Firma Greif (Tochterfirma von Staiger). Mit diesem Rad fuhr ich bis Dezember 2004 nach Basel zum Badischen Bahnhof und jetzt noch gelegentlich am Wochenende durch den Wald. Es ist mit Federgabel und gefederter Sattelstütze ausgestattet und stellt aber einen - wie ich hoffe guten Kompromiss - zwischen günstig und funktional dar (Neupreis 410,-- Euro). Ich bin sehr gepannt, wie sich die einfachen Komponenten (Schaltung (Shimano Acera), Bremsen, Felgen, Naben usw.) im dauerhaften Alltagseinsatz halten. Dass es sich nicht um teure hochwertige Teile handelt spürt man sofort (z.B. spürbarer Felgenstoss, ruppiges schalten), aber ob das auch bedeutet, dass die Lebenszeit dieser Teile deutlich geringer ist als bei hochpreisigen Teilen wird mein Langzeittest zutage fördern!
Nach 2,5 Jahren ( ca. 10000) kann ich sagen, dass insbesondere die Naben und Felgen verschlissen sind. Nach nicht ganz 2 Jahren (ca. 7000 km) waren die Kette und die Ritzel so weit unten, dass ich beides ersetzen musste (die Kette sprang sobald man mit Kraft zutrat - klar, ich hätte sie natürlich früher wechslen sollen). Dabei stellte sich heraus, dass der Kassettenkörper kein Standardkörper ist und ein normals Shimano-Ritzelpaket nicht passt. Beim näheren Hinschauen erwies sich dann auch die Felge als soweit heruntergebrenst (erkennbar dank Verschleißindikator-Rille), das ich sie ebenfalls ersetzen musste. Da auch das Nabenlager bereits ziemlich unten war (schlecht gedichtet) war es das Einfachste ein komplett neues Hinterrad zu kaufen. Die Vorderradnabe läuft auch nicht mehr ganz glatt, aber es ist noch im Rahmen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich die Naben auch nicht gepflegt habe - sie wurden zwar nicht mit dem Hochdruckreiniger gereinigt, aber auch sonst nicht gefettet oder gereinigt. Bei der Demontage war aber auch gut zu merken, dass die Lager nicht gut einzustellen sind (habe es vorne versucht zu verbessern).
Insgesamt muss ich sagen, dass in Anbetracht der Kilometerleistung (bei jedem Wetter gefahren!) die Haltbarkeit so schlecht nicht ist - zumindestens für den Preis kann man denke ich nicht viel mehr erwarten, wenn man nicht selbst regelmäßig putzt und schmiert.

 

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letzte Änderung: 04.03.2005
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